17/07/2007

Ursula Bähler hat in Zürich und Rouen.... (segue)


Ursula Bähler hat in Zürich und Rouen Französisch, Geschichte und Kirchengeschichte studiert und ebenda ihre Dissertation der Semiotik gewidmet. Im Rahmen eines Nationalfondsprojekts verbrachte sie vier Jahre in Paris, wo sie an ihrer Habilitation zur französischen Literaturwissenschaft und Geschichte der romanischen Philologie arbeitete, die einen wesentlichen Beitrag zur Aufarbeitung der Affaire Dreyfus darstellt. Für das daraus entstandene Buch "Gaston Paris et la philologie romane" erhielt sie den "Prix Bodin" der Académie des Institutions et Belles-Lettres. Frau Bähler arbeitet heute als Dozentin für Französisch am Romanischen Seminar der Universität Zürich und an der Pädagogischen Hochschule Zürich und ist in der Ethikkommission der Universität Zürich.
In zweierlei Hinsicht ist ihre Karriere mit dem Thema unserer Akademie verbunden. Einerseits hat sie als Deutschschweizerin erstens sprachlich und später geographisch den Sprung, respektive den Brückenbau über einen Graben von Röschti und Fondue Fribourgeois realisiert. Andererseits ist ihr durch ihr Habilitationsthema die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Begriff des "Intellektuellen" lieb geworden. Insbesondere die Geschichte des Diskurses von Intellektuellen über sich selbst sowie die entsprechende Metaphorik wird ihr in Zukunft noch zu einigem Kopfzerbrechen gereichen.
Sie drücke sich im Übrigen lieber auf Französisch denn auf Hochdeutsch aus, gerade weil vorausgesetzt wird, dass sie letztere als ihre Muttersprache bestens beherrsche (welch fürchterlicher Druck, den der eine oder die andere unter uns Mundartschweizern mit ihr teilt, welch Trost dass es auch einer Professorin noch so ergehen kann), während ihr allfällige Schwächen im Ausdruck auf Französisch eher vergeben würden.

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