Peters Schulzeit ist im Verhältnis zu seiner spannenden Person relativ unspektakulär: Grundschule, Sekundarschule und Kantonsschule besuchte er in Frauenfeld. Als es um die Wahl des Studiums ging, interessierte er sich für vieles, vor allem klassische Philologie reizte ihn, er entschloss sich dann aber für eine Wissenschaft, die überall angewendet werden kann: Mathematik. Im Moment doktoriert der Thurgauer an der ETH Zürich mit dem Ziel, im nächsten Februar seine Dissertation beendet zu haben. In seiner Zukunft sieht er sich weniger in der Akademie, sondern in der industriellen Mathematik, einem antwortbezogenen und produktiven Gebiet. Peter unternimmt viele Reisen, oft in Kombination mit Konferenzreisen und geniesst dabei das Verlorensein in einer völlig fremden Kultur und die damit verknüpfte Reflexion über die eigene kulturelle Identität. Neben der Mathematik treiben ihn zwei weitere Passionen um: Sport und Musik. Peter betreibt alle Sportarten, in welchen kein Ball involviert ist, dafür Ausdauer gefragt und Grenzerfahrungen möglich sind oder sportliche Ausflüge in der Natur, die mit ästhetischen Eindrücken verbunden sind. Musik ist laut Peter eine Symbiose von Struktur mit harten und klaren Regeln und individuellem Ausdruck und Emotion, etwas Abstraktes, nicht immer leicht einzuordnen, ein Spiel mit dem Flüchtigen. Es ist nicht schwer vorzustellen, dass jemand, der so etwas sagt, gerne auf der Orgel gehört wird. Peter ist davon überzeugt, dass man immer machen sollte, was man will. Er selber weiss zwar nicht immer, was er will, aber ihm fällt immer etwas ein und er verwirklicht es dann auch. „Es nützt nichts, Träumen ewig nachzuhängen. Man soll sie in die Realität umsetzen.“
23/07/2010
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